Dienstag, 30. Oktober 2007

mein papa

da mach ich mir mal mehr gedanken rund um meine nicht vorhandene familie und was geschieht? mein vater ruft mich glatt ne woche nach dem letzten mal wieder an, nach so kurzer zeit und fragt mit einer liebevollen stimme: "töchterchen, wie geht es dir? weisst du, was ich letzte nacht geträumt habe? dass wir uns im café m.f. getroffen haben, und weisst du, wer noch dazu kam? deine mutter!" potzblitz.... wie nenn ich das jetzt? poah, ich find's einfach nur wow. er ist auf seine art ein wahnsinnig toller mensch.
und somit schliesse ich dieses thema jetzt mal wieder ab.
es ist einfach alles wie es ist.

das grafische gedächtnis

lustig, wenn man morgens halb schlaftrunken in der s-bahn sitzt und nur bilder vor augen hat. gib mir ein "e"... "e" wie einzelkind. habe ich mich gestern wohl falsch ausgedrückt. wollte ich doch von einem alleinbeimutterngrossgezogenemkind-syndrom berichten.
ich lasse das aber alles so stehen. scheint das wort mit "e" mich vielleicht auch manchmal irgendwo beschäftigt zu haben.
ich hab ja noch die vier halben, muss mal wieder kontakt aufnehmen.

Montag, 29. Oktober 2007

garantie

eine fortsetzung zum spiessbürgertum.
ich weiss, ich leide unter dem einzelkind-syndrom! es ist mein ehrliches, gelerntes denken und wissen um die begebenheiten des miteinanderlebens, dass es nie und nimmer garantien für irgendwas geben wird. vielleicht ist es traurig, so hart zu urteilen. aber so ist es nunmal.

vor ein paar wochen habe ich mich mit einer interessanten frau unterhalten, es ging mal wieder wie so oft um den kinderwunsch. sie sagte, sie sei alleine bei ihrer mutter aufgewachsen und wolle dies keinem kind antun, somit ginge ihr kinderwunsch gen null. ganz einfache gedankengänge und damit verbundene emotionen!? für mich absolut nachvollziehbar.

wenn bei anderen die biologische uhr tickt und es das einzige ziel zu sein scheint, eine familie zu gründen... auch das kann ich verstehen, habe ich im biologieunterricht doch ein wenig aufgepasst. das ganze leben scheint manchmal unerträglich primitiv zu sein. ein wenig schnuppern, schon erkennt man den perfekten gegenpart zur zeugung gesunder nachkommen. der mensch – das tier. alles zur aufrechterhaltung der art.

auf der anderen seite gibt es diejenigen, die sich ihr leben lang (aufgrund einer nichtexistenten intakten familie) sehnlichst herbeiwünschen, endlich selber eine familie zu gründen... um alles besser zu machen. besser als die eigenen eltern, es ihnen beweisen zu können, dass es doch gehen kann.

ich hoffe aus tiefstem herzen für all meine spiesserfreunde, dass sie ein glückliches leben haben werden... und kinder, die in einer behüteten geborgenheit aufwachsen können.
soll ich wenn's soweit ist die patentante miemen?
nicht wenn die eltern es taufen lassen.

finsternis

verlust des lichts. na und? wenn in diesen tagen dann doch die sonne scheint, ist es ein ganz anderes geniessen wie im sommer. jeder strahl trifft die haut wie eine schmeichelnde hand, ganz sanft und zart. nicht wie im sommer agressiv und grell. kein überfluss aus dem ein überdruss wird. genügsamer genuss. es zaubert ein lächeln und man darf wiedermal dankbar sein, dass wir die jahreszeiten erleben dürfen.

absolute finsternis. rasende autos, funkelnde lichter, laute musik... ebenso ein lächeln wert.

Samstag, 27. Oktober 2007

spiessbürger in ihrer umgebung

es drifftet immer mehr auseinander. das mag wohl am alter liegen. die schiene eines geregelten, sicheren lebens mit schaffe-schaffe-häusle-baue (und was halt sonst noch so dazugehört) scheint der einzige sinn des lebens zu sein. – aaaah, wie kann ein mensch es als wichtiger empfinden, stoff für seine neue couch auszusuchen als sich mit anderen einen lustigen abend zu machen? zum teil gibt es keine toleranz für andere lebensauffassungen. ich versteh's ja auch nicht, wie die anderen nur so fad werden können. ich weiss, dass mir der ein oder andere bleiben wird. wir sind die generation, die nicht mehr im altersheim sondern in oldie-WGs altern wird. blos was ist da der unterschied?

Donnerstag, 25. Oktober 2007

berieselung

ich hasse die flimmerkiste und ich hasse fussball....

diskrepanzen

ob ich mir bis 2007 überhaupt gedanken über irgendwas gemacht habe? es gab einen tag, andem ich aufhörte zu denken...
heute sind mir so extrem viele sachen durch den kopf gegangen, dass dies alles nicht festgehalten werden kann. es ging unter anderem um selbstliebe, der mensch der mich am längsten kennt hat dazu unpassende dinge von sich gegeben. alles völlig falsch interpretiert. unglaublich. wie kann meine mutter so daneben liegen und mich nicht kennen...
ich bin doch endlich auf dem besten wege!
dann ging es um quantitatives reden, mein wortschatz ist so klein, man kann schneller reden, wenn man nur wenig wörter impeto (oder heisst es inpeto?) hat, der rechner arbeitet schneller, wenn die festplatte nicht ganz so voll ist...
das bauchgefühl, der verstand. ich denke, also bin ich – ich fühle, also bin ich... die emotionen scheinen in der heutigen psychologie eine immer wichtigere rolle einzunehmen. es geht nicht nur um den verstand. schön.
und dann stand ich vor meinem neuen bücherregal und mir stach ein altes buch ins auge, ich trage es seit 16 jahren mit mir rum: "MÄDCHEN – das aufklärungsbuch" meine mutter kaufte es, dann stand es jahre lang im schrank und ich las immer heimlich darin. sie war nie fähig, es mir zu geben. bis ich es ihr eines tages unter die nase hielt und fragte: "für wen ist das?" tja, wozu aufklären, wenn's doch so unpassend ist. keine pupertät, keine aufklärung. mensch mama, schonmal was von der bravo gehört? sie hatte es auch nicht leicht.
und jetzt gute laune! meine neuen balkan beat box cds sind angekommen und das macht YEAH :)

Dienstag, 23. Oktober 2007

dienstagsyoga

nur gut. zum glück durfte ich heute erkennen, dass ich doch nicht so spirituell bin, wie befürchtet. es ist heute fast nichts rübergekommen beim yoga ausser einem yoga-ist-gefährlich wenn man nicht bei sich ist. da macht es schonmal schnell knacks. und überhaupt ist eh alles krumm und schief. symmetrischer körper? welche haltung kann ich eigentlich normal einnehmen? diese gedanken sind okay und gehören der eintagsfliege.

Montag, 22. Oktober 2007

abkupfern

ein wichtiger job ist uns nun durch die lappen gegangen. das ist wirklich tragisch und jetzt heisst es wieder SELBSTDARSTELLUNG für die akquise. wenn ich dieses wort nur höre, wird mir schlecht. scheine ich seit ein paar jahren immer wieder damit konfrontiert zu sein, frage ich mich langsam, was das alles noch soll.
kreativität beruht auf einem einfachen abkupfern. es war doch eh schon alles mal da, es kann nichts neues geben. wie unendlich ist die farbskala tatsächlich? an jedem monitor sieht alles anders aus. welche formen kann man aus einem faden basteln? überlappungen, texte, papier... traurig.

musik kupfert ab, und noch ein coversong und noch einer. wobei man hier sagen muss, dass manches cover besser ist als das original.
fans entwickeln die unglaubliche unkreativität, sich wie ihre idole zu kleiden.
mode kupfert ab. wie oft müssen wir die 80er noch ertragen?
und wie ist das mit der selbstdarstellung der eigenen persönlichkeit? ebenso ein abkupfern. in der phase wo aus einem baby ein kleinkind wird, lernt es aus einem abkupfern. baby tut mal eben beobachten, was die eltern so tun. brille auf die nase, buch in die hand und "lesen". und die eltern flippen total aus, wie schlau ihr kind doch ist, es sich zu einem kleinen persönchen entwickelt.
und wie und wo entsteht die wirkliche persönlichkeit?

der drache

ich habe mal wieder mit meinem vater telefoniert.
wie kann ich von einem menschen abstammen, der seine jetzige frau nur als "fluggerät" bezeichnet? selber schuld, wenn man sich sowas (sie hat wirklich flügel) aussucht und sich durch die zeugung von zwei paar weiteren kindern abhängig macht. eine schrecklich unnette familie. es ist mir peinlich.

meine mutter sagte immer wenn sie böse auf mich war "du bist wie dein vater". diese worte sind schlimm, wenn man seinen vater doch gar nicht kennt aber weiss, dass sie ihn rausgeschmissen hat. weil er so war wie das kind? puh, da kommen mir gleich die tränen. wer hat immer schon auf mich eingeredet, ich solle eine therapie machen? hoffentlich kommen da nicht viele negative erinnerungen raus wie diese.
das ist alles vergangenheit, ich liebe meine mutter. auch wenn wir sehr verschieden sind.

als ich meinen vater dann ab 18 öfter sah, stellte sich heraus, dass ich tatsächlich vieles von ihm habe. ein beweis, dass doch so vieles in den genen steckt und nicht nur von der erziehung kommt. und ich bin froh, dass ich (fast nur) seine positiven seiten geerbt habe. das hat meine mutter inzwischen auch zugeben können. so schlimm war er dann wohl doch nicht, sonst hätte sie ihn ja nie geheiratet.

er wird der mensch sein, nach dessen tod ich mir schmerzhaft darüber bewusst werden werde (diese üble wort-verdoppelung fordert eigentlich ein sofortiges handeln!), wie traurig es ist, sich nie miteinander auseinandergesetzt zu haben, es ein leben lang kaum worte gab.
meine halbgeschwister haben sich trotz dieser eltern toll entwickelt. aber spätestens wenn es um die erbschaft gehen wird, wird es vorbei sein mit der nettigkeit. ich verzichte freiwillig.

Sonntag, 21. Oktober 2007

das wort zum sonntag

KRASS!

habe mir heute "requiem for a dream" angesehen.
äusserst gut aber brrr.

Samstag, 20. Oktober 2007

süchtig

gestern sagte ein freund, der vor 2 wochen zu rauchen aufgehört hatte ganz langsam " s e h n s u c h t ", nahm mir meine kippe aus der hand und zog ein paarmal ersichtlich genüsslich daran.
das sehnen nach der sucht. warum sehnen wir uns nach sucht? das vernebeln der sinne, das verlieren der realität. ist das leben wirklich so unerträglich? sind menschen, die keinen alkohol trinken und auch sonst gesünder leben glücklicher?
oder sind menschen, die zu viel grübeln und sich über alles zu viele gedanken machen anfälliger, süchtig zu werden?
sucht ist erblich.
oder verhält es sich doch wie beim meditieren?
man möchte abschalten, um sich einfach nur guten gefühlen hinzugeben.

sehnsucht ist etwas ganz wunderbares.

ein positives ergebnis der erkenntnisse dieses jahres:
konsum-sucht = null. der heutige ikea-besuch war ein flug durch die hallen, kein bisschen schnickschnack landete in der gelben tasche. stolz!
die süchte, welche vielleicht am ehendsten zum selbstmord auf raten führen, ekeln mich regelrecht an. das ist das allergrösste!

es gibt so viel wichtigeres.

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