leben

Dienstag, 18. März 2008

lochfall und plumps

ein wunderschönes "heimkommen" in einer fremden stadt zu erleben ist das eine.

wieder heimzukommen und dies nicht als solches zu empfinden ist unerträglich. was ist hier? was mache ich hier? was kann ich hier? was werde ich hier?

der job tötet mich.
ich bin eine sache, die hin- und hergereicht wird, funktionieren muss und natürlich ersetzbar ist.
für die mappe-t-show brauche ich zeit und muse.

die angebotene wohnung ist j.w.d.!

entscheidungen folgen.
was in welcher reihenfolge?

Freitag, 22. Februar 2008

taubenschlag II

was ist mit mir los?
ich gehe auf den balkon (jaaaa, ich rauche immer noch, wieder und noch immer und halt so), sehe rechts zwei tauben sich vom nieselregen schützend auf dem balkon schlafend und verhalte mich total ruhig. eine wacht auf und tippelt ein paar schritte nach vorne. ich ganz leise. sie fliegt auf ein fensterbrett. vom flügelschlag wacht die zweite taube auf und läuft ebenfalls vor und schwupps... beide fliegen aufs nasse dach.
schon nicht leicht, so ein taubenleben.
aber würden sie halt nicht so ätzend rumgurren am frühen morgen (ich schlafe zwischen couch und couchtisch direkt an der balkontür) und so viel dreck machen...
so hätt' ich doch gar nichts gegen sie.
hat jemand "ghost dog – the way of the samurai" gesehen?
sehr zu empfehlen!

Dienstag, 19. Februar 2008

erinnerung an kribbel

ich kann mich noch genau an meine erste eigene wohnung und die zeit davor erinnern. nachdem ich ein ewiger nesthocker war und meine mutter schliesslich die schnauze voll hatte und flüchtete (kleiner scherz, sie bekam die erhoffte genossenschaftswohnung) waren 106 qm, 4,5 zimmer + balkon im besten viertel der stadt für mich allein. naja, so fast allein, denn ein zimmer gab ich dann doch an eine bekannte ab. blieben mir perverse, total überdrehte, platz-luxuriöse 3,5 zimmer. ein schlafzimmer, ein wohnzimmer, ein arbeitszimmer, ein ankleidungszimmer (ja, das hatte ich damals tatsächlich noch nötig, weil ich ein totaler massy war, wie soll man's auch anders lernen, wenn man in so ner riesen wohnung mit seiner mutter alleine haust, ein völlig gestörtes verhältnis zur wohnfläche), ein bad, eine wohnküche und ein balkon. ach, gerne denke ich an diese zeit zurück, wo man einfach in der wohnung umherirren konnte, wenn man nicht wusste wohin. egal.
was ich eigentlich erzählen wollte:
irgendwann war es dann soweit, ich war 25, meine mama verschaffte mir die erlösung und kündigte ohne mein wissen der mietvertrag, dafür hasste ich sie all die nächsten jahre zutiefst. erst letztes jahr, als im sommer hinterhofflohmarkt war und ich mich das erste mal wieder traute, den alten hof zu betreten, wurde mir klar, dass dieser kinderreiche hinterhof einfach so überhaupt nicht das richtige für mich gewesen wäre. da wäre ich die letzten jahre total dran verzweifelt. denn scharen von kindern um sich rum zu haben wäre für mich nicht gut gewesen.
wahnsinn... jetzt hänge ich gedanklich immer noch im alten hof rum, obwohl ich doch von meiner ersten neuen wohnung erzählen wollte. das wird jetzt bestimmt ganz kurz ausfallen. denn eigentlich wollte ich nur dieses absolut geile ohnmachtsgefühl beschreiben, welches mich damals übermannte. alles so schnell ging, dass ich zwischen den entscheidungschritten kaum zeit hatte, zu atmen.
es war damals die zweite wohnung, welche ich anschaute. freitag nachmittag war der besichtigungstermin, ich glaube ausser mir waren 15 weitere personen in der wohnung, welche alle ihren selbstauskunftsbogen ausfüllten. ich schüttelte der maklerin noch nett zur verabschiedung die hand, teilte ihr mein interesse mit. samstag morgen klingelte dann um zirka 9.3oh mein handy, ob ich die wohnung haben wolle...
ich: ja, sehr gerne
maklerin: sie müssen aber bis heute mittag die provision (ich glaube, es waren damals 1500 DM oder so) in bar bezahlen. geht das
ich: aber klar, ich rufe sie gleich zurück.
aufleg
ich: KREISCH JAAAAAAAAAAAAA SOOOOOO GEIL...
scheisse, wie komme ich jetzt so schnell an so viel geld?
irgendwie habe ich es dann geschafft, habe mich von denen nocvh schön übers ohr hauen lassen aber war dann trotzdem so glückseelig wie selten zuvor in meinem leben. und so stolz wie nie zuvor! endlich auf eigenen beinen stehen, endlich unabhängig sein und sich nichts mehr sagen lassen müssen, für alles selber geradestehen. alles selber, alles eigen. mein eigen reich.
darauf vergass ich sogar recht schnell die wunderschöne wohnung in welcher ich aufgewachsen war, sie begleitet mich nur bis heute noch in meinen träumen. immer noch, ganz seltsam.

heute hatte ich ebenso einen glückseeligkeitsanflug wie damals als ich meine erste eigene wohnung bekam. das sind die momente, die so... so.... hach, einfach unendlich geil sind!

jetzt könnte man fast meinen, dass ich eine neue wohnung habe. nö! aber ich weiss, dass ich sie bald haben werde ;)

Freitag, 15. Februar 2008

taubenschlag

die ratten der lüfte.
eine großstadt – ein hof – ein balkon.
zufluchtsort für werdende taubenmütter. völlig penetrant besetzen sie einfach jedes mögliche fleckchen, um ein nest zu bauen. naja, nest bauen kann man das eigentlich gar nicht nennen. schütt ma mal ne ladung geäst ins eck und fangen dann an zu legen und zu brüten. klar doch. da gibt es schon kreativere vögel, oder?
wie man lesen kann, habe ich inzwischen eine richtige tauben-phobie entwickelt. auch kein wunder, wenn man morgens mit einem unrhythmischen "guuurrguuurrr" geweckt wird.
nachdem sista s. vor drei wochen das erste nest beseitigt hatte, habe die viecher es diese woche doch tatsächlich gewagt, erneut einen haufen zweige zu machen. wie auch immer sie es geschafft haben, die klappstühle zu bewegen. gestern morgen hat's mich dann gepackt. ich habe mit den stühlen wieder das eck versperrt und mir geschworen: ich mach dem ein ende. und egal wie, ob plastikrabe oder netz. der taubenkot auf diesem balkon ist so wahnsinnig eklig. schluss mit lustig. schliesslich will sista s. im sommer einen hübschen balkon haben, oder? eine mission für eines der nächsten wochenenden, wenn es denn dann mal wieder wärmer sein sollte.

ich mag das

oder besser liebe ich es, dass jeder tag einfach nicht gleich verläuft. ich liebe es, manchmal rumpelstilzchen zu spielen und wütend mit den füssen auf den boden zu stampfen. oder was hat rumpenstilzchen gemacht? hmm...
wenn mein kopf zu explodieren droht, ich den hitzköpfigen widder rauslasse.
ist ja auch kein wunder bei... hmm, soll ich mir nun einen job-schimpf-blog einrichten? alles auf jeden fall nicht mehr tragbar.
heute abend habe ich beschlossen, nur noch gute-laune-musik zu spielen, und meine laune ist wieder da. in diesem sinne: es lebe der rare-groove!!!
und eine freundin kommt vorbei zum b.-u. vorzubereiten. guuuuut!
ach, und hab ich schon gesagt, dass es total geil ist, dass es wieder sichtbar heller ist, wenn man das büro verlässt, vor allem, wenn man schon um halb 5 geht!? hellichter tag.

närrsches eichhörnle

wie ein verrücktes total bescheuert durchgeknalltes eichhörnchen laufe ich heute in einem hamsterrad bis ich nicht mehr kann. wohin mit meiner energie.....
WUUUUUUAAAAAAAAAAAAA.
durchdreh durchdreh durchdreh...
hab ich gestern vergessen, meine hormone zu nehmen?

Sonntag, 10. Februar 2008

wochenenden

es gibt die zeit dazwischen, welche nicht schnell genug vorbei zu gehen scheint in sehnsüchtiger vorfreude auf einen gewissen moment, ein wunderbares wochenende. wenn diese begonnene zeitspanne dann völlig abstrakt viel zu schnell verläuft ist man brutal verwirrt. fast ein wenig surreal. aber eigentlich auch schön wenn etwas kurzweilig passiert. man jeden augenblick in sich aufsaugt, tief einatmet, alles festhalten will. der nie endenwollende augenblick... der dann dieses wochenende leider doch wieder viel zu schnell rum war.
ach, bald ist frühling, die tage werden wieder länger, jedes jahr wie eine neugeburt, ein neuer energieschub, wache, helle momente!!! ;) ich freue mich so unendlich auf bald und auf die warme zeit.

Mittwoch, 6. Februar 2008

halber umzug vollbracht

eine völlig neue erfahrung ist es einen umzug zu bestreiten, welcher einen nicht an ein ziel bringt sondern einen in der schwebe hält.
anstelle eines neuen eigenen heimes sind meine sachen nun eingelagert, ich bin immer noch bei sista s.!
der ganze umstand, tausende von kleinigkeiten, welche man sein eigen nennt, wieder in die hand genommen zu haben, davon die hälfte nun ausgemistet zu wissen... eine befreiung von materiellen dingen. das tut so gut.
was habe ich in der vergangenheit teils schrott geshoppt!!?
der umstand auf engem raum mit einer guten freundin zusammen zu hausen, bringt auch neue erfahrung. und dies ganz ohne probleme. ich wusste gar nicht, wie unkompliziert ich bin. oder besser wir.
trotzdem ist es kein zustand auf dauer und ich freue mich auf das neue zuhause, wo ich dann doch wieder all meine übrig gebliebenen dinge um mich rum haben werde. und auch wieder einfach alles stehen und liegen lassen kann *grin* es lebe die unordnung!

Mittwoch, 23. Januar 2008

vielerzähler

früher erzählte ich immer viel zu viel, eigentlich so alles und machte mich dadurch total verletzlich. vor etwa 10 jahren dann hiess mein motto "sag nix" und daran hielt ich mich so einige jahre.
nun bin ich wieder an einem punkt angelangt, wo ich ansatzweise viel erzähle mit dem wissen, nicht zu viel erzählen zu können. manche reaktionen amüsieren mich, hierzu eine süsse kleine geschichte von meinem jetzt-ex-lieblings-arbeitskollegen (aber ich bin ja nicht nachtragend und will mal nicht so sein oder so):
er kam gestern mit ermahnendere miene in mein zimmer, bog meine tolomeo lampe wie zu einem verhör nach oben, blendete mich und sagte: "hast du das schreibtischbild von k.?" ???????????? hääääää? was? k. ist seine frau.
ich dachte an desktop-, schreibtischhintergrundbild :"wie, was, wo ist der hai aus eurem malediven-urlaub hin?" gleichzeitig wurde ich leicht agressiv (ich sollte mich mal wieder öfter an AHIMSA erinnern) wegen der blendenden lampen-stellung und diesem verhör-artigem getue. ich war total verwirrt und er düste ab, ich hinterher und in sein büro "wie, hat jemand euer foto geklaut oder was meinst du?" er: schiebt mich raus aus dem raum, haut die glastür zu und zeigt mir den stinkefinger. da dämmerte es mir...hahaha.... ich lach mich tot! der ur-spiesser kam da raus. da kommt einer wohl so gar nicht mit mir klar und denkt, ich würde jetzt schon fotos von frauen so im allgemeinen klauen und sammeln.... ohne worte!! hahaha. ich halte jetzt glaub ich doch manchmal meine klappe.
aber immer wieder schön, die wahren gesichter der menschen zu sehen, wenn man ihnen viel erzählt!
ich stehe zu allem erzählten!

Dienstag, 22. Januar 2008

nikotin-teufelchen

das jede minute wiederkehrende biest.
es krächzt mit schriller stimme: du willst mich, du brauchst mich, nimm mich!
es versucht mich wahnsinnig zu machen, schafft es beizeiten sogar.
aber nein! du gibst mir nichts! einzig und allein die orale befriedigung, welche ein wenig beruhigend wirkt. doch all dein rest tötet meine nerven. du stinkst, du tust weh, du beraubst meine gëlddäscha, du machst mich wahnsinnig wenn ich kein kleingeld mehr habe, wenn das feuerzeug versagt. du bringst mich mehr zum durchdrehen, wenn ich dir nachgebe!
habe ich die ersten tage überstanden, wirst du dich nur noch selten zu worte melden. vielleicht einmal die stunde, bald dann nur noch alle 4 stunden...
ich kann dich wieder bezwingen, ich habe es schon so oft geschafft.
aber ich bin ehrlich und sage: ich mache mal wieder eine pause, denn ich kenne dich kleinen giftzwerg und deine tücken und meine schwächen....
aber vielleicht dauert diese pause und dauert und dauert.

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