eine völlig neue erfahrung ist es einen umzug zu bestreiten, welcher einen nicht an ein ziel bringt sondern einen in der schwebe hält.
anstelle eines neuen eigenen heimes sind meine sachen nun eingelagert, ich bin immer noch bei sista s.!
der ganze umstand, tausende von kleinigkeiten, welche man sein eigen nennt, wieder in die hand genommen zu haben, davon die hälfte nun ausgemistet zu wissen... eine befreiung von materiellen dingen. das tut so gut.
was habe ich in der vergangenheit teils schrott geshoppt!!?
der umstand auf engem raum mit einer guten freundin zusammen zu hausen, bringt auch neue erfahrung. und dies ganz ohne probleme. ich wusste gar nicht, wie unkompliziert ich bin. oder besser wir.
trotzdem ist es kein zustand auf dauer und ich freue mich auf das neue zuhause, wo ich dann doch wieder all meine übrig gebliebenen dinge um mich rum haben werde. und auch wieder einfach alles stehen und liegen lassen kann *grin* es lebe die unordnung!
fenek - 6. Feb, 19:55
früher erzählte ich immer viel zu viel, eigentlich so alles und machte mich dadurch total verletzlich. vor etwa 10 jahren dann hiess mein motto "sag nix" und daran hielt ich mich so einige jahre.
nun bin ich wieder an einem punkt angelangt, wo ich ansatzweise viel erzähle mit dem wissen, nicht zu viel erzählen zu können. manche reaktionen amüsieren mich, hierzu eine süsse kleine geschichte von meinem jetzt-ex-lieblings-arbeitskollegen (aber ich bin ja nicht nachtragend und will mal nicht so sein oder so):
er kam gestern mit ermahnendere miene in mein zimmer, bog meine tolomeo lampe wie zu einem verhör nach oben, blendete mich und sagte: "hast du das schreibtischbild von k.?" ???????????? hääääää? was? k. ist seine frau.
ich dachte an desktop-, schreibtischhintergrundbild :"wie, was, wo ist der hai aus eurem malediven-urlaub hin?" gleichzeitig wurde ich leicht agressiv (ich sollte mich mal wieder öfter an AHIMSA erinnern) wegen der blendenden lampen-stellung und diesem verhör-artigem getue. ich war total verwirrt und er düste ab, ich hinterher und in sein büro "wie, hat jemand euer foto geklaut oder was meinst du?" er: schiebt mich raus aus dem raum, haut die glastür zu und zeigt mir den stinkefinger. da dämmerte es mir...hahaha.... ich lach mich tot! der ur-spiesser kam da raus. da kommt einer wohl so gar nicht mit mir klar und denkt, ich würde jetzt schon fotos von frauen so im allgemeinen klauen und sammeln.... ohne worte!! hahaha. ich halte jetzt glaub ich doch manchmal meine klappe.
aber immer wieder schön, die wahren gesichter der menschen zu sehen, wenn man ihnen viel erzählt!
ich stehe zu allem erzählten!
fenek - 23. Jan, 23:06
das jede minute wiederkehrende biest.
es krächzt mit schriller stimme: du willst mich, du brauchst mich, nimm mich!
es versucht mich wahnsinnig zu machen, schafft es beizeiten sogar.
aber nein! du gibst mir nichts! einzig und allein die orale befriedigung, welche ein wenig beruhigend wirkt. doch all dein rest tötet meine nerven. du stinkst, du tust weh, du beraubst meine gëlddäscha, du machst mich wahnsinnig wenn ich kein kleingeld mehr habe, wenn das feuerzeug versagt. du bringst mich mehr zum durchdrehen, wenn ich dir nachgebe!
habe ich die ersten tage überstanden, wirst du dich nur noch selten zu worte melden. vielleicht einmal die stunde, bald dann nur noch alle 4 stunden...
ich kann dich wieder bezwingen, ich habe es schon so oft geschafft.
aber ich bin ehrlich und sage: ich mache mal wieder eine pause, denn ich kenne dich kleinen giftzwerg und deine tücken und meine schwächen....
aber vielleicht dauert diese pause und dauert und dauert.
fenek - 22. Jan, 13:04
sit i im ländle hän gsi, isch öies no mea bsunders. i liab s'ländle dodal. un nüd nua s'ländle... i bruch d'iunit oas.
fenek - 22. Jan, 13:03
heute habe ich mir mal im kopf eine liste aller positiven dinge gemacht, welche mein leben gerade gestalten. dann fiel mir auf, dass noch vor einem jahr genau diese dinge so gar nicht positiv waren.
das geld
angefangen beim geld. seit jahren drücke ich mich immer vor dem kontoauszug rum, früher oft so lange, dass die bank ihn irgendwann per post schickte. ich glaube, das machen sie nicht mehr. die müssen ja auch sparen.
heute war ich ganz mutig und checkte meinen kontostand. und siehe da: weit über dem, was sonst am 7. des monats zu sehen war. da war nämlich normal nie irgendwas zu sehen. juche. und es gibt sogar noch ausstände. ich weiss, dass ich dieses geld für ein bett und möglicherweise einen kleinen liebherr brauche. aber darum geht es nicht. ich habe es geschafft, auf sparflamme zu leben, ohne dass das leben zu kurz kommt. ausserdem bin ich seit 3 monaten völlig schuldenfrei!
die mama
ich habe zu meiner mutter ein neues, besseres und gesünderes verhältnis. wir telefonieren nun wieder regelmässig, jedes wort ist allerdings bedacht. wir wollen uns nicht gegenseitig auf den zeiger gehen. und doch sind wir die zwei-frau-familie.
der papa
auch wir telefonieren nun sehr häufig. ich freue mich so sehr darüber, meinen alten herrn auf die späten tage doch noch ein wenig besser kennenlernen zu dürfen. es bedeutet mir sehr viel.
die geschwister
was soll ich sagen? ich habe vier an der zahl und in vielen dingen sind wir uns so ähnlich, dass das "halb" vor dem "geschwister" für mich nicht zählt. alle vier sind sehr unterschiedlich. zwei sind absolut meins, eine weniger, der jüngste ist der ruhigste und gibt am wenigsten von sich preis. ich mag sie alle. und ich hoffe, dass ich sie in zukunft öfter sehen werde. muss ich halt die initiative ergreiffen, ich kenne das schon: "ja, ich ruf dann an...!" und passieren tut nichts. aber ich will es und mache es.
der job
ja, auch das kann man positiv sehen. auch wenn der momentan zu bestreitende job nicht das optimum ist. ich habe die letzten monate mein selbstbewusstsein wieder zurück erlangt und das macht mut. ich weiss, dass ich auch seit monaten um den neuen job drum-rum-rede und nicht agiere. aber das kommt schon noch. die neue wohnung ist momentan wichtiger. wenn die dann da mal ist, stürze ich mich ins kreative neugestalen meines berufslebens.
ich bin ich
ich kann mich einfach annehmen, wie ich bin. ohne darüber nachzugrübeln, wie ich zu sein habe. ich muss mich nicht mehr verbiegen. ich empfinde mich jeden tag autentischer. ich miste meine klamotten aus und schenke die so richtigen-mädchen-klamotten und -täschchen einer bekannten, die die gleiche grösse hat. es sind die klamotten, indenen ich mich nie so richtig wohl fühlte. und ich behalte jene röcke, welche ich einfach gerne im sommer trage. weil sie einfach luftig sind, wenn die sonne runterbrennt. jaaaa, sommer! komm!!! hot hot hot. ah, ich will auf heissem pflaster laufen und mir die füsse verbrennen.
die zielstrebigkeit
immer mehr entsage ich der träumerei und mache tatsächliche pläne. vielleicht ist das nun wieder auch nur so ein dahingelaber. aber ich glaube daran :) wobei ich der träumerei trotzdem treu bleiben werde. ich mag das einfach *grin*
freunde
so ein auffangen wie letztes jahr hatte ich mir nie erdacht, erhofft. es ist wunderschön. vor allem danke ich meiner sista für dieses selbstlose auffangen. ich werde es nie vergessen und mich eines tages revangieren. ich hoffe, wir feiern unseren schnapszahl-purtzeltag wieder gemeinsam!
die liebe
sie steht auf der liste an erster stelle und geschrieben wird hier ins kleine schwarze. es erfüllt mich absolut!
und dann gebe es noch so vieles mehr.
ein gutes neues jahr einfach.
fenek - 7. Jan, 18:56
die sprechstundenhilfe meines hausarztes meinte heute morgen am telefon, dass der norovirus nur so lange ansteckend sei, wie die symptome andauern. ist sie da nicht richtig informiert? übertreiben artikel im internet, wo es heisst, dass noch 48 stunden nach abklingen der symptome eine übertragung des virus möglich ist? was und wem kann man glauben?
ich weiss, wie sich meine kollegen wieder die mäuler zerreissen werden, schliesslich scheint es doch so klar zu sein, warum man am ersten arbeitstag krank ist, gelle? denken die. soll's mir doch egal sein. warum tangiert es mich dann?
die lieben worte der sekretärin, der guten seele, bei der ich mich soeben krankmeldete, sagen das gegenteil. sie glaubt mir.
ach, wat soll's?
ich bin tatsächlich noch schwach auf den beinen und werde jetzt mal schön ein wenig gesundes essen einkaufen (natürlich ohne jemanden anzuspucken), damit ich wieder zu kräften komme. raus in den regen, brr.
fenek - 7. Jan, 10:27
jetzt verstrickt ich mich im beantworten von kommentaren nicht meines blogs. aus versehen wieder gelöscht, verschwunden im nirvana.
gedanken, welche mich selber heute und die letzten tage beschäftigten.
angefangen hatte es vorgestern in der alten wohnung. mir kam der satz OHNE TIEFGANG GEHT MAN(N) UNTER in den sinn.
was erzählte mir eine gute freundin vor einigen wochen?
dass sie mit ihrer besten freundin und deren bekannten auf einem wellness-wochenende war. am letzten tag war ihre beste freundin voll schlecht drauf, erst wusste sie nicht wieso. bis sie ihr unter vier augen sagte, dass sie glaube, dass es an dem nichtvorhandenen tiefgang der bekannten lag. weil diese sich nie in ihrem leben irgendwelche sorgen um etwas machen musste, sie nie echte probleme hatte. sie somit ein echter glücklicher mensch ist. was sollte diese bekannte an diskussionen über prolematische familiengeschichten o.ä. teilhaben, wenn sie sowas doch gar nicht kannte?
jeder mensch ist anders, es gibt solche* und solche** und * passt zu * und ** passt zu **. man kann sich mit allen menschen arrangieren. aber muss man mit jedem können? nein! mit wahren freunden liegt man auf einer welle sonst passt's halt nicht. das hat nichts mit respektlosigkeit gegenüber anderen zu tun. sondern einfach einem gesunden wählerischem denken.
ich habe die letzten jahre meines lebens so einige zeit aus meinem hirn gelöscht. mit unguten zugeführten mittelchen. ich wollte keinen tiefgang, ich wollte mich nur ablenken.
früher waren es seltsame bekanntenkreise und ein völlig rastloser fenek.
ich bin froh, dass diese zeit vorbei ist und ich gelernt habe, mich auf das wesentliche zu konzentrieren. zu sehen, wer mir gut tut. mit wem es ein geben und nehmen geben kann. das, was eine freundschaft ausmacht!
fenek - 6. Jan, 17:03
ich hätte ja einfach mal wieder gesagt, ich habe was falsches gegessen. aber es könnte auch genau so gut der hochansteckende noro-virus sein, der derzeit überall grasiert. pfui! so habe ich mich selbst unter quarantäne gesetzt. eigentlich kein schönes ende für die sonst so doll verlaufenen ferien.
inzwischen geht es mir zwar wieder besser, vorhin habe ich doch tatsächlich wieder meine erste zigarette geraucht, na so schlecht kann's mir dann ja nicht gehen, oder? und weil ich sie auch ganz gut vertrug, machte ich mich ans wäschewaschen und wohnungputzen, hier sah's aus als hätte ne bombe eingeschlagen. überall spuren von zwieback, salzstangen und elektrolyt-packerl. tja und dann merkt's der körper doch, dass er ganz schön schwach und die gesundheit noch nicht wieder so ganz da ist.
kein wunder nach 24 stunden zwieback-kur.
irgendwie hätt ich bock auf fleisch, flaaaiiisch... aber die supermärkte ham heute leider zu.
jetzt sitze ich hier und überlege mir, ob ich wohl fernsehen soll. ich glaube, fernsehen ist das einzige, was mich wirklich langweilt. als ich das vorletzte mal aufhörte zu rauchen, konnte ich einfach nicht mehr fernsehen. es langweilte mich zu tode ohne fluppen vor der flimmerkiste zu sitzen.
aber ich habe mir wenigstens ein paar meiner dvds aus der alten wohnung geholt. gezieltes in die röhre glotzen ist okay. buena vista social club, eine kleine reise in die wärme kubas. die geschichte des kleinen jungen, der mit vier zu rauchen anfing, weil er seiner grossmutter die zigarre anzünden musste.
warum ist mein kopf jetzt schon wieder beim nikotin? des macht mich noch ganz wahnsinnig!
aufhören!
fenek - 6. Jan, 13:47
vom närrschen eichhörnle und bärli wird wohl noch berichtet werden.
noch nie in meinem leben konnte ich so viel mit jemandem lachen und weinen, teilen und sich gegenseitig verstehen... noch nie in meinem leben konnte ich so lieben und geliebt werden... es fällt sehr schwer, sich wieder für eine unbestimmte zeit von dem mir wichtigsten menschen örtlich zu trennen.
ich wollte mich heute mittag verkriechen, hinlegen, nicht mehr aufstehen... habe es kurz gemacht. und siehe da, da kam er wieder der optimismus. hey du, nicht traurig sein. aufstehen! es gibt nur grund zur freude. über das grösste geschenk der welt, über das, was uns verbindet.
ich vermisse dich!
fenek - 3. Jan, 23:35
wenn auch ein wenig verspätet...
wer hätte das gedacht. setze keine erwartungen in irgendwas und es kommt ganz anders als man denkt. alles hört sich an, als wär ich ein riesen süffelkopp, aber so sind die feiertage halt. bin ja sonst so brav geworden.
heilig abend bei muttern.
ein abend zu zweit, begonnen mit tee mit rum, dann prosecco hin zu 1,5 flaschen rotwein. ach ja, es war lustig. und sehr emotional.
die karte, welcher ich meiner mutter schrieb, war wohl etwas misverständlich, sie las und schaute mich mit fragendem ängstlichem blick an, ob ich nun die beziehung komplett beenden würde. hei je, so krass war das doch nicht gemeint. es ergaben sich sehr offene gespräche, zwischendrin mal wieder klitzekleine streitigkeiten, welche aber fast nicht erwähnenswert sind. auf jeden fall ging ich mit einem lächelnden gesicht später wieder heim.
erster weihanchtsfeiertag bei vater & geschwistern
angekommen am land, trank ich mit meinen zwei brüdern erstmal zwei bier vor dem mittagsessen. ha, jetzt hab ich bei meiner stiefmutter und meiner grossen schwester mit sicherhheit einen ziemlich ruf weg. hihi. mir wurst. die zwei sind eh nicht so meins. die zicken der familie. ich dachte immer, ich hätte ein lautes organ, aber denkste! so eine rumkeifferei habe ich selten erlebt.
ein kleiner spaziergang mit meinen geschwistern zum see, nette gespräche, ach ich fühl mich echt wohl mit denen. geschwister.
abends sind wir dann mit dem oldtimer-käfer meines bruders ins kino gefahren. meine schwester leicht hysterisch hinter mir auf der rücksitzbank, ohne gurt – ist halt ein oldtimer – ohne nackenstützen, mein bruder fuhr 50, meine schwester: "heeey, faaahr nicht so schnell!!" ich konnte nur nach vorne aus der windschutzscheibe richtung der in zucker getunkten bäume grinsen. ach, das war schön, ein winterlicher roadmovie mit guter musik und geschwistern, die wohl was manche dinge angeht, keinen respekt mehr vor mir haben. bin ich wohl als grosse schwester angenommen. ich sag nur: "wer war das?" tststs...
später war dann auch meinen kleine schwester daheim, die kleine elfe. wir sassen noch draussen im pavilion, rauchten und quatschten, ach ja, schön.
der zweite weihnachtsfeiertag mit papa allein
und schon wieder alkohol. nachdem die stiefmutter mit meinen geschwistern richtung ihrer familie aufbrach, öffnete mein vater ein flasche champagner. wohlgemerkt nach dem frühstück. tja, was soll ich sagen. interessante geschichten kamen da zum vorschein und ich weiss jetzt auch, wieso ich so wahnsinnig nah am wasser gebaut habe. meinem vater kamen andauernd die tränen... und ich setzte dann mit ein. eine kleine symphonie des emotionalen geschichtenerzählens. schön war's.
abends wieder heim und glückseelig auf die darauffolgenden tage gefreut...
fenek - 3. Jan, 16:34
verbissen begann alles vor 4,5 jahren. ich wollte zu schnell zu viel, war auch im falschen yoga-studio, wo meiner meinung nach zu schnell zu viel verlangt wird. es ist nicht natürlich, wenn nach 3 monaten yoga-praxis schüler, welche vielleicht nur 1x die woche üben, in alle umkehrhaltungen geschickt werden. kopfstand, unterarmstand, handstand. das braucht alles zeit. naja, jedenfalls hatte mir diese verbissenheit gleichzeitig angst gebracht. versagensängste. ängste, die ich in vieler schüler gesichtern immer wieder gesehen habe, wenn's in den stunden dann an die umkehrhaltungen ging. ich muss ich muss ich muss. ganz falscher ansatz. 20 - 40 jährige büro-hock-menschen sind doch keine turner, die mal schnell in drei monaten die nötigen muskeln, die koordination und vor allem das körpergefühl gestärkt haben.
so verletzte ich mir bei einem der ersten male kopfstandüben gleich mal die halswirbelsäule, so dass ich zum physiotherapeuten zur manuellen therapie musste. super! so kam die noch-mehr-angst, ich fing an, die umkehrhaltungen komplett zu verweigern. fühlte mich dadurch wieder doof, da eben in diesem falschen yoga-studio. alle total souverän im kopfstand, fenek der yoga-looser, der noch gar nicht begriffen hatte, worum es ging.
irgendwann wagte ich mich vor 3 jahren dann an den unterarmstand ran, meiner meinung nach die einfachste umkehrhaltung, welche am wenigsten verletzungsrisiko birgt. ha, denkste. der leidige rücken, die bandscheiben machten nicht mit. weil: zwar in den unterarmstand hochgekommen, aber keine erklärung der technik -> hohlkreuz, bandscheibe wieder für monate futsch. wieder physiotherapie.
im jahr 2006 setzte ich mir zu beginn dann als ziel bis ans jahresende einen freien unterarmstand, einen freien kopfstand und einen handstand an der wand zu können. wieder der völlig falsche ansatz. immer dieser muss-erfüllen-kopf. falsche ziele für yoga.
ergebnis: totale frustration, da 2006 keines der falschen ziele erreicht.
dieses jahr dann endlich! ich habe zwei anfänger (!) yoga-kurse nach B.K.S. iyengar gemacht. immer wieder die gleichen einfachen übungen, bis ins kleinste detail an der technik feilen. endlich anfangen, den körper zu begreifen, dadurch ein völlig neues körpergefühl erlangen. die yogalehrerin "verbot" mir aufgrund meines bandscheibenvorfalls viele übungen, zeigte mir ähnliche übungen, welche besser für mich sind. an umkehrhaltungen war gar nicht zu denken. toll...
und sie kamen von alleine. in einer stunde dann wagte ich mich doch an den kopfstand ran. ich fragte die lehrerin erst gar nicht, ob ich das mit meinem rücken darf, ich wusste, er ist nun wieder stark und startklar für einen versuch. ich wusste, dass ich mich nicht verletzten würde. das war schön, doch endlich wieder eine umkehrhaltung gemacht, das gibt ein tolles gefühl. es fühlt sich mutig an.
meine grösste angst galt allerdings immer dem handstand, welchen ich vielleicht insgesamt 7x, und das mit hilfestellung gemacht hatte. dabei hatte ich immer das gefühl, jeden moment einzubrechen, meine arme würden mich nicht halten.
gestern war ich dann doch mal wieder im alten studio, allerdings dort bei meiner anderen lieblingslehrerin, welche auch technik unterrichtet... und irgendwann hiess es "so wir gehen an die wand, handstand..." zuerst zog sich innerlich alles bei mir zusammen. dann ging ich mit meiner matte zur wand und setzte mich auf den boden, verschränkte wie ein kleines beleidigtes leberwürstchen meine arme und machte die tellerlippe.
HEY FENEK!!! wovor hast du angst? probier doch einfach mal, wenn's nicht geht, geht's nicht...
NA GUT!
und: es ging und fühlte sich so gut an...
und nicht, weil ich ich jetzt so ne sportskanone bin, dass ich das jetzt gestern geschafft habe.
nein, es ist das den inneren schweinehund überwunden zu haben. die ängste besiegt. meine kleine yoga-philosophie der umkehrhaltungen. alles kommt von alleine und zum richtigen zeitpunkt.
früher dachte ich, es sei sport, jetzt sehe ich es anders. klar trainiert man den körper, aber darum geht es nicht in erster linie.
und endlich weiss ich auch, warum man stunden im hund verbringt. das ist das asana, welches wohl am meisten bringt. vor allem für den handstand.
fenek - 23. Dez, 11:26
oder ein ganz kleiner schritt richtung erleuchtung
am dienstag war ich ja wirklich nicht gut drauf... aber: ich wusste, dass wenn ich mich nur darauf einlassen würde, die yogastunde mir viel bringen könnte. nicht wie sonst den hirnwust mit in die stunde nehmen, sondern ihn einfach draussen lassen.
es schien mir sogar das erste mal zu sein, dass ich in der stunde meinen atem einfach beobachten konnte wie er kam und ging, ohne ihn verändern zu müssen. das fällt mir sonst immer sehr schwer.
zu beginn wurde uns von der lehrerin eine kleine einsicht in ihre philosophie des yoga gegeben.
ich versuche diese mal im kleinen wiederzugeben und ich betone hier wirklich im kleinen, da es anmassend wäre, hier in 5 zeilen zu behaupten, ich wüsse jetzt, worum es geht...
ziel ist die befreiung von leid.
es gab früher die yogis, welche sich als einsiedler zurückzogen und mit sich selbst lernten im einklang zu lebten. solche menschen gibt es bestimmt heute auch noch. aber ehrlich gesagt, nix für mich. wie wäre es, wenn ich unters dach zu meinem vater auf land ziehen würde? wie lange würde ich das aushalten? ich wäre ein einsiedler. aber interessant wär's ja schonmal.
gut, wie kann man sich dann in der gesellschaft vom leid befreien, wenn doch viele menschen um einen rum leiden. wir in einer gesellschaft voller unmut, hass und leid leben?
man darf seine positive energie nicht für sich behalten. man muss sie abgeben, auf den weg schicken. sie wird wieder zurückkehren.
wenn man all seine energie für sich behält und nur einen einzigen anflug von wut und zorn empfindet, verpufft sie komplett. man darf theoretisch wieder anfangen zu sammeln.
so viel wut, wie ich diese woche emfunden habe, wäre ich jetzt bei null. d.h. ich bin auf einem guten wege, da ich nicht das gefühl habe, dass alles verpufft ist.
schön...
fenek - 22. Dez, 09:17
ha, schlafentzug gegen leicht depressive verstimmungen!
augen aufgemacht...buhu...was soll das? nix da. mein erster urlaubstag. schluss mit buhu. pfui.
ab heute werden die tage wieder länger.
gekotzt habe ich gestern wirklich fast noch. hatte aber keinen bock darauf. erinnerung an yogaübung supta baddha konasana. hände auf den bauch und einschlafen.
arbeitsstress?
ich bin ein super arbeitstierchen und ich weiss das. nächstes jahr dann. und wie gesagt habe ich jetzt erstmal urlaub.
familienplanung
menschen sind schon komisch. S. hat jetzt angst, dass er keine frau mehr in seinem alter findet, die keine kinder haben möchte. M., welcher unbedingt kinder haben möchte, verknallt sich in eine zu junge frau, welche bestimmt frühestens in 10 jahren kinder haben möchte. dann wird M. zu alt sein.
und sollen all die anderen machen, was sie wollen.
der vollmond gibt uns nachts licht, wo's grad tagsüber doch so dunkel ist.
kopf abschalten
ich gehe heute in yoga! hier werden sie geholfen.
ach ja genau, yoga...
fenek - 22. Dez, 08:41
warum habe ich heute wieder solch eine angst?
eigentlich war ich vorhin vor erschöpfung bereits auf der couch eingeschlafen und wachte eine stunde später voller panik wieder auf. hatte ich was böses geträumt?
diese woche war einfach zu viel für mich.
halte ich keinen arbeitsstress aus?
völlig alleingelassen gefühlt und nervlich dünn beseitet was ein projekt anging, bin ich gestern so wahnsinnig mit meinem chef aneinander geraten, dass es schlimmer eigentlich nicht mehr ging. wahnsinn. warum bin ich nur so ein ungestümes, hitzköpfiges wesen, dass sich einfach nie was gefällen lässt und lieber seine klappe ganz gross aufreisst? aber wenn einem gesagt wird: "du kannst mich mal kreuzweise!" frage ich mich schon, ob ich nicht das recht auf verteidigung habe. er und ich haben sich später beieinander entschuldigt.
ist es die hormonumstellung?
es ist schon komisch. irgendwie habe ich das gefühl, dass ich gerade empfindlicher bin. das himmelhochjauchzen wechselt mit dem allesschlechtsehen zu schnell ab. darauf habe ich eigentlich so gar keinen bock. man möchte sich ja auch ein wenig auf seine stimmung einlassen können, oder?
und für meinen geschmack laufen die tränen gerade wiedermal viel zu leicht (siehe streit gestern mit chef).
das muss die nächsten wochen genauer beobachtet werden.
möchte ich mein hirn wieder ausschalten?
manchmal wünschte ich mir die fähigkeit, besser abschalten zu können. aber wozu? trotzdem habe ich den bösen süchten den rücken zugekehrt und suche neue wege...
ist es dieser verdammte zunehmende mond?
ab dienstag ist alles wieder besser... was bewegt dieser mond für eine flüssigkeit in meinem hirn? der mond verursacht jeden tag ebbe und flut. was macht dann der vollmond? ist es das licht? bin ich mondsüchtig?
geschichten vom familiegründen.
auch das macht mir angst. es ist einfach toujours thema bei vielen. passe ich in diese welt dann noch rein? was wäre, wenn alle plötzlich kinder hätten?
ist es das eklige kalte fettige fritierte essen vom tollwood gewesen?
bäääh, gerade stösst mir das fett auf und mir wird übel. muss ich mich gleich übergeben gehen und die ganze nacht vor mich hin leiden, so schlimm dass ich denke zu sterben?
tock tock tock! hallo, jemand da?
genug, jetzt wird geschlafen und basta.
fenek - 22. Dez, 00:40