Montag, 7. Januar 2008

luftsprünge

heute habe ich mir mal im kopf eine liste aller positiven dinge gemacht, welche mein leben gerade gestalten. dann fiel mir auf, dass noch vor einem jahr genau diese dinge so gar nicht positiv waren.

das geld
angefangen beim geld. seit jahren drücke ich mich immer vor dem kontoauszug rum, früher oft so lange, dass die bank ihn irgendwann per post schickte. ich glaube, das machen sie nicht mehr. die müssen ja auch sparen.
heute war ich ganz mutig und checkte meinen kontostand. und siehe da: weit über dem, was sonst am 7. des monats zu sehen war. da war nämlich normal nie irgendwas zu sehen. juche. und es gibt sogar noch ausstände. ich weiss, dass ich dieses geld für ein bett und möglicherweise einen kleinen liebherr brauche. aber darum geht es nicht. ich habe es geschafft, auf sparflamme zu leben, ohne dass das leben zu kurz kommt. ausserdem bin ich seit 3 monaten völlig schuldenfrei!

die mama
ich habe zu meiner mutter ein neues, besseres und gesünderes verhältnis. wir telefonieren nun wieder regelmässig, jedes wort ist allerdings bedacht. wir wollen uns nicht gegenseitig auf den zeiger gehen. und doch sind wir die zwei-frau-familie.

der papa
auch wir telefonieren nun sehr häufig. ich freue mich so sehr darüber, meinen alten herrn auf die späten tage doch noch ein wenig besser kennenlernen zu dürfen. es bedeutet mir sehr viel.

die geschwister
was soll ich sagen? ich habe vier an der zahl und in vielen dingen sind wir uns so ähnlich, dass das "halb" vor dem "geschwister" für mich nicht zählt. alle vier sind sehr unterschiedlich. zwei sind absolut meins, eine weniger, der jüngste ist der ruhigste und gibt am wenigsten von sich preis. ich mag sie alle. und ich hoffe, dass ich sie in zukunft öfter sehen werde. muss ich halt die initiative ergreiffen, ich kenne das schon: "ja, ich ruf dann an...!" und passieren tut nichts. aber ich will es und mache es.

der job
ja, auch das kann man positiv sehen. auch wenn der momentan zu bestreitende job nicht das optimum ist. ich habe die letzten monate mein selbstbewusstsein wieder zurück erlangt und das macht mut. ich weiss, dass ich auch seit monaten um den neuen job drum-rum-rede und nicht agiere. aber das kommt schon noch. die neue wohnung ist momentan wichtiger. wenn die dann da mal ist, stürze ich mich ins kreative neugestalen meines berufslebens.

ich bin ich
ich kann mich einfach annehmen, wie ich bin. ohne darüber nachzugrübeln, wie ich zu sein habe. ich muss mich nicht mehr verbiegen. ich empfinde mich jeden tag autentischer. ich miste meine klamotten aus und schenke die so richtigen-mädchen-klamotten und -täschchen einer bekannten, die die gleiche grösse hat. es sind die klamotten, indenen ich mich nie so richtig wohl fühlte. und ich behalte jene röcke, welche ich einfach gerne im sommer trage. weil sie einfach luftig sind, wenn die sonne runterbrennt. jaaaa, sommer! komm!!! hot hot hot. ah, ich will auf heissem pflaster laufen und mir die füsse verbrennen.

die zielstrebigkeit
immer mehr entsage ich der träumerei und mache tatsächliche pläne. vielleicht ist das nun wieder auch nur so ein dahingelaber. aber ich glaube daran :) wobei ich der träumerei trotzdem treu bleiben werde. ich mag das einfach *grin*

freunde
so ein auffangen wie letztes jahr hatte ich mir nie erdacht, erhofft. es ist wunderschön. vor allem danke ich meiner sista für dieses selbstlose auffangen. ich werde es nie vergessen und mich eines tages revangieren. ich hoffe, wir feiern unseren schnapszahl-purtzeltag wieder gemeinsam!

die liebe
sie steht auf der liste an erster stelle und geschrieben wird hier ins kleine schwarze. es erfüllt mich absolut!

und dann gebe es noch so vieles mehr.

ein gutes neues jahr einfach.

keine eingebildete kranke

die sprechstundenhilfe meines hausarztes meinte heute morgen am telefon, dass der norovirus nur so lange ansteckend sei, wie die symptome andauern. ist sie da nicht richtig informiert? übertreiben artikel im internet, wo es heisst, dass noch 48 stunden nach abklingen der symptome eine übertragung des virus möglich ist? was und wem kann man glauben?

ich weiss, wie sich meine kollegen wieder die mäuler zerreissen werden, schliesslich scheint es doch so klar zu sein, warum man am ersten arbeitstag krank ist, gelle? denken die. soll's mir doch egal sein. warum tangiert es mich dann?
die lieben worte der sekretärin, der guten seele, bei der ich mich soeben krankmeldete, sagen das gegenteil. sie glaubt mir.
ach, wat soll's?

ich bin tatsächlich noch schwach auf den beinen und werde jetzt mal schön ein wenig gesundes essen einkaufen (natürlich ohne jemanden anzuspucken), damit ich wieder zu kräften komme. raus in den regen, brr.

fenek's denke

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