Dienstag, 16. Oktober 2007

das einfangen (der eintagsfliege?)

gedanken ordnen. was ist heute passiert?

ich teile mir in der arbeit ein zimmer mit einem kleinen chinesen. er ist nett, er ist jung, er hat kaum berufserfahrung, er ist anders, er kann anstrengend sein, wenn er sich unterwürfig verbal vor einem auf den boden zu schmeissen scheint. wobei sich das inzwischen bereits gebessert hat. es ist eine andere kultur, die manche konversation schwierig macht. diese kultur ist soweit ich sie im ansatz erkenne interessant aber wirklich völlig anders!
und nun sitze ich hier, meine "lieben" manchmal seltsamen kollegen namens dipl.des. verhalten sich abfällig gegenüber meinem zimmergenossen und ich stehe mal wieder dazwischen und es raubt mir die energie, die ich eigentlich zum arbeiten aufwenden sollte. ich kann nicht ewig die gute seele spielen. fange ich durch den energieverlust etwa auch an, eine abneigung zu entwickeln? es tut mir sehr leid. ätzend.
ich muss endlich hier raus. nach dem umzug auf's land hat sich eh einiges verändert.
das alte grossraumbüro, welches oft durch einen extremen lärmpegel und zu wenig "arbeitsprivatsphäre" als anstrengend empfunden wurde hatte trotzallem dieses unglaubliche flair. es war ein des.-studio, indem zwischen wichtigen dingen halligalli getrieben wurde. wir hatten spass und beizeiten wurde immer mal wieder gekickert. ach, wie sehr ich den kicker vermisse! ich, die meisterin in einer von männern dominierten welt. hier draussen am land, man mag es kaum glauben, haben wir zu wenig platz für den kicker! und er war so wichtig! zum abreagieren perfekt.
voraussetzung für eine neue stelle: ein kicker muss her!
oder einfach mal wieder in ne kicker-kneipe gehen, das ist wohl realistischer.

je länger man anstrengende zeiten erlebt, desto schwieriger wird es, aus ihnen auszubrechen. unglücklich im job -> kein selbstvertrauen -> kein antrieb -> kein mut auf etwas neues zuzusteuern. die schlechteste voraussetzung für einen aufschwung.

somit habe ich mir heute vorgenommen, mein leben mal wieder ein wenig von einer anderen seite anzugreifen. wieder mehr yoga zu machen um zur ruhe zu kommen. und um endlich mit dem jammern aufzuhören.

das entknoten der gedanken, die heutige lektion aus meiner yogaklasse:
viele menschen glauben fälschlicherweise, yoga bestehe aus einem verknoten des körpers. dabei ist es vielmehr das ziel, seinen körper und geist zu entknoten. die blockaden bedarf es zu sprengen, sodass die energie fliessen kann. die fixierung auf gedanken, welche z.b. durch unwissenheit ein ungutes gefühl hervorrufen muss fallengelassen werden. loslassen... ist ja ganz einfach.
okay, ich fange morgen früh an, zu meditieren. besinne mich tagsüber auf positive gedanken, die selbstmotivationskiste. und versuche diesen zustand dann mal für längere zeit beizubehalten.
ich bin schnelllebig, heute hü morgen hott. deshalb die eintagsfliege. denn heute ist sie so und morgen ist sie weg!
ich sollte mal lernen, mir treu zu bleiben.

fenek's denke

eine eintagsfliege

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